Der Plattensee – das Meer der Ungarn

Der Plattensee in Ungarn Balaton genannt, ist der größte See Mitteleuropas. Er erstreckt sich auf eine Länge von 77 km und ist zwischen 3 und 14 km breit. Seine Fläche beträgt 594 km². Die Wassertiefe schwankt zwischen 3,25 m und 12,50 m. Die schmalste Stelle des Sees wird durch die Halbinsel Tihany verursacht, hier ist der See nur 1,3 km breit. Aufgrund seiner geringen Tiefe heizt sich der See im Sommer auf bis zu 30 Grad Celsius auf.

Der Name des Sees hat seinen Ursprung vom slawischen blatna, was frei übersetzt „sumpfige Marsch“ bedeutet. Der mitteleuropäische Steppensee ist für den Tourismus Ungarns von großer Bedeutung. Viele Ferienhäuser rund um den Plattensee bieten den Touristen eine Unterkunft. Zahlreiche Heilbäder und Thermalquellen locken außerdem die Urlauber an. Der Balaton ist auch für die Fischerei von Bedeutung. Rund um den See wird Wein angebaut.

Bild von Objekt dv03982
Bild von Objekt dv03982

Ferienhaus für 6 Personen am Nordufer des Plattensee mit großem Garten und einem traumhaften Blick auf den Balaton.

Fauna und Flora

Das Ufer des Plattensees ist von Sumpfzonen und Schilfregionen durchzogen, die als natürlicher Wasserfilter dienen. Hier haben viele Pflanzen-, Reptilien- und Vogelarten ihren Lebensraum gefunden. Hier leben u. a. Seeadler, Rotmilane, Feldweihen, Wildgänse, Störche, Reiher und Kormorane. Insgesamt etwa 250 Vogelarten sind hier heimisch. Der See ist auch der Treffpunkt für viele Zugvögel. Von den Säugetieren sind noch Büffel, Fischotter, Hermelin, Goldschakal, Sumpfbiber, Wildkatze und Ziesel zu erwähnen. Des weiteren findet man hier Schmetterlinge und Libellen in einer großen Artenvielfalt.

Die meisten Pflanzen und Tiere stehen unter Naturschutz. Der See selber beherbergt über 30 Fischarten. Am Nordufer gedeihen sogar Mandel-, Feigen und Granatapfelbäume. Der 1997 gegründete Balaton-Felvidéki Nemzeti Park, zwischen dem Nordufer der Halbinsel Tihany und dem Süd-Westufer, ist landschaftlich sehr abwechslungsreich, besonders interessant sind die Geysirkegel, Überbleibsel aus einer Zeit, wo hier noch der Vulkanismus aktiv war. Im Káler Becken findet man noch versteinerte Überreste vom Pannonischen Meer vor. Im nahen Keszthely-Gebirge trifft man auf seltene Pflanzenarten.

Das Klima an Ungarns Plattensee

Die Region um den Plattensee, wie auch der größte Teil Ungarns wird von einem gemäßigten Kontinentalklima bestimmt. Die Sommermonate sind recht heiß und die Winter kalt mit Schneefällen. Die wärmsten Monate herrschen von Juni bis August (der Hauptsaison am Plattensee) mit einer durchschnittlichen Temperatur von 26 Grad Celsius am Tag und 17 Grad in der Nacht. August und September sind die niederschlagsärmsten Monate. In Ungarn ist es insgesamt mit etwa 600 mm Niederschlag im Jahr recht niederschlagsarm. Die Sonnengarantie von etwa 2000 Sonnenstunden im Jahr bietet Urlaubern einen idealen Ferienaufenthalt. Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten wie Ferienhäuser in Ungarn sorgen für einen angenehmen Aufenthalt.